Das Leben ist langer, ruhiger Fluss

Nicht nur das Leben, auch Software. Nicht immer ruhig, nicht immer lang, aber häufig beides. „Fluss“ bedeutet bei Software dann häufig Pageflow, Workflow, Businessflow oder aber graphenorientierte Programmierung.

Sehr häufig und in der Vergangenheit wurden diese „flussorientierten“ Programmieraufgaben properitär und immer wieder neu und individuell gelöst. In der jüngeren Vergangenheit wurden vermehrt und standardisiert und für einzelne Domains dieser „Flussaufgaben“ eines Programmes freie und auch kommerzielle Frameworks angeboten. So z.B. JSF oder Struts für eine Pageflow-Aufgabe oder aber jBPM für die Bearbeitung von Business- und/oder Workflowaufgaben.

Das Framework Seam hat dokumentiert, dass man ein einziges und das gleiche, „flussorientierte“ Framework für fast alle Flowaufgaben in einem Programm nutzen kann und nicht auf verschiedene Frameworks setzen (und ebenso auch kein Geld  für einen Erwerb ausgeben) muss.

Seam setzt  jBPM sowohl für den Page- als auch für den Workflow ein.

jbpm_overview_img

Seit Kurzem steht die neueste Version von jBPM (Version 4.0) als Beta zum Download zur Verfügung. Diese Version bringt viele, neue und gute Features mit (z.B. Subflows), bietet aber zusätzlich jetzt auch eine ganze BPM-Runtime (GWT-Console) an. Über diese Console können Prozessdefinitionen deployed und dann über verschiedene Anwendungen (z.B. per JNDI) abgerufen werden. Zusätzlich können verschiedene Information zu den Prozessen inklusive diverser und eigen zu erstellender Reports (über eine integrierte BIRT-Enginge) erfragt werden.

Das Starten und Beenden von Prozessen kann ebenso über GWT vorgenommen werden. Somit erhält der User mit  jBPM nicht nur ein Flow-Framework, sondern, wenn er auch den Applikationsserver JBoss einsetzt, ein komplettes Steuerungscockpit für seine Prozesse.

Mit dem Download der jBPM-Version erhält der User ebenso umfangreiches Übungsmaterial, welches den Einstieg in jBPM erheblich erleichert und ein komplettes, für jBPM ausgestattetes Eclipse. Mit diesem lassen sich schnell und grafisch Prozesse „zeichen“, ohne eine einzelne Zeile Code schreiben zu müssen.

Diese „Prozess-Bilder“ kann man nutzen, um mit seinen Auftraggebern die Anforderungen abzustimmen, denn, wie wir alle wissen: Ein Bild sagt mehr, als tausend Worte.

Fazit: jBPM ist mit der Version 4.0 zu einem ausgereiftem Flow-Framework inklusiver angeschlossener „Schaltstelle“ und Reportingengine gereift (leider in der kompletten Ausprägung nur für JBoss-(5.0)-Nutzer). Die Beta-Version weist noch einige „Macken“ auf, aber die mitgelieferten Beispiele funktionieren relativ stabil. Ich schreibe bewusst Flow-Framework, denn man kann jBPM über den „normalen“ Buisnessprozess hinaus auch für viele andere Flow-Aufgaben in einem Programm einsetzen…SEAM hat es vorgemacht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.