Business Intelligence muss nicht (viel) kosten

Open Source hat sich durchgesetzt. Dieser Aussage wird keiner wiedersprechen, allerdings nicht überall und zeitlich versetzt auf den unterschiedlichen Applikations- und Infrastrukturlayern. Über Apache disktuiert keiner mehr, auch Linux als Betriebssystem gilt heute nicht mehr als revolutionär. Bei Applikationsservern, wie z.B. JBoss oder Tomcat, kann man eine stetig wachsende Installationsbasis verzeichen, nichtsdestotrotz wird in vielen Häusern immer noch evaluiert, ob man OpenSource vertrauen soll und kann und häufig auf kommerzielle Alternativen gesetzt (wie z.B. IBM Websphere).

Im Bereich Reporting oder Business Intelligence scheint Open Source aber kein/kaum ein Thema zu sein, so zumindest meine Wahrnehmung. Hier wird in den Firmen immer noch sehr viel Geld für Lösungen von Business Objects oder Cognos ausgegeben, obwohl die Computerwoche schon im Herbst letzten Jahres auf inzwischen ausgereifte und mögliche Alternativen hingewiesen hat. Und wir reden hier über viel bis sehr viel Geld, welches unter Umständen an SAP oder IBM (regelmässig) zu überweisen ist.

Dabei wollen die meisten Kunden in der Regel bzw. in der ersten Stufe (so meine subjektive Wahrnehmung) eigentlich nur einen Einstieg in BI versuchen und dabei zwei Themen abdecken: Reporting und OLAP.

Für Reporting wird nicht nur ein gutes Tool angeboten. So z.B. JasperReports (welches auch ein Enduser prima benutzen kann) oder BIRT, welches seit kurzer Zeit mit dem JEE Package von Eclipse direkt ausgeliefert (keine eigene Installation mehr notwendig) wird.

Beide Tools (es werden noch andere angeboten) bieten umfangreiche und grafische, einfach zu bedienende Tools, um Reports zu erstellen, die dann entweder in Software integriert oder aber standalone ausgeliefert werden können.  Auch bei Pentaho kann der Interessierte durchaus vorbei schauen, um seine Anforderungen zu bedienen.

Und wer seine eigenen OLAP-Würfel bzw. -Dimension aufbauen möchte, der sollte sich innerhalb des Pentaho-Projektes  Mondrian anschauen.

Und das sind erst zwei Bausteine einer möglichen Reporting-Plattform, aber m.E die, die am Anfang zuerst und immer benötigt werden.

Wer weitergehend interessiert ist, wird auch für andere BI-Aufgaben sicherlich Passendes finden (z.b. Kettle für ETL-Tasks innerhalb eines BI-Projektes). Vielleicht nicht immer ganz so komfortabel, so fehlerfrei und umfangreich wie bei den Großen dieser Branche, dafür aber meistens um 6stellige Euro-Summen günstiger.

Es lohnt sich, zu vergleichen, bevor man zu schnell zu viel, vielleicht zu falsch investiert 🙂

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