Das Mobile Internet ist tot

Nein, ist es natürlich nicht, aber hättet Ihr diesen Satz gelesen ohne diese brilliante, wissenschaftlich fundierte Headline?

Aber so richtig leben, so wie heute auf dem Desktop oder dem Laptop tut es meines Erachtens auch nicht, noch nicht…immer noch nicht?

Eigentlich werden die Handsets immer besser, die Displays immer größer, wir haben Flatrates und höhere Zugriffgeschwindigkeiten (alles, was wir immer wollten), trotzdem boomt etwas noch mehr, als die mobilen Webseiten:

Die mobilen Apps.

Ich, z.b., besitze jetzt mit meinem Motorola Milestone die wahrscheinlich beste Mobile Surfmaschine seit es Mobile Surfmaschinen  und bestimmt seit es Schokolade gibt (+800px Breite, sauschnell), zur Zeit und vielleicht für 2-3 Monate,  und trotzdem bevorzuge ich bei der täglichen Nutzung Apps, vor allem, wenn es um direkte Interaktion geht.

Ja, statischen Content, ein paar mobile Webseiten oder Blogs, lese ich natürlich über den Browser, obwohl ich natürlich auch mein RSS-Feed und meine Twitter-App habe, aber wenn jemand von mir verlangt, dass ich mit Webseite ausgiebiger interagiere, dann weiche ich auf einen Applikations Markt aus und suche die App Alternative.

Und wenn ich meine Tochter frage, ob sie auf Ihrem Magic Mobiles Internet hat, dann behauptet sie doch glatt: “Nein, nur Apps!”. Sie nimmt  es garnicht mehr wahr, wenn sie aus ihrer mobilen Facebook App einen Link im Browser öffnet.

Ja, das mobile Internet, so wie wir es kennen, ist tot, bzw. hat nie so richtig gelebt, die Frage ist, ob es bereits alle gemerkt haben?

Wenn ich mir so die Mobilen Marketing Themen anschaue, dann vermute ich, dass Viele immer noch glauben, den Erfolg des stationären Internets auf das Handy übertragen zu können…

Ein Gedanke zu “Das Mobile Internet ist tot

  1. Ich habe 1998 mit dem mobilen Internet via PalmPilot Pro und Nokia (Kabelgebunden) angefangen und um 2000 iMode Seiten programmiert mit einer monatlichen Zugriffrate von ca. 500.000-1.000.000 Hits (wurde u.a. im iMode Portal von Eplus gelistet) und zu diesem Zeitpunkt machten mobile Seiten Sinn, da der Datentarif noch recht teuer war und dem entsprechend die Seitengröße in kb klein sein mußte (schon alleine wegen der größenlimitierung der Endgeräte) und man sich noch mit gprs ohne edge bewegte.
    Der Wandel fing mit den ersten bezahlbaren UMTS Handsets um 2004 an und diese Geräte konnten schon größere Seiten auslesen.
    Heute kann fast jedes Handset Wap 2.0 bzw. mit einem richtigen Browser versorgt werden (sei es Opera oder Safari bzw. Chrome) und eine Anpassung der Seiten muß nicht mehr zwingend erfolgen.
    So sterben langsam aber sicher mobile Seiten aus bzw. passen sich den Desktopseiten nahezu an.
    Und doch hat das mobile Internet gelebt, aber mit der japanischen Technik aka iMode in Deutschland nur in einer Parallelwelt und mit WAP durch die damaligen Kosten sehr ungern genutzt.
    Die Verschmelzung von mobilen Content in Apps bzw. Apps als Container ist sicher der beste Weg gewesen um den Endkunden mobilen Content aka Web2.0 schmackhaft zu machen und eine natürliche Anbindung zu gewährleisten.

    PS: Wie ich es bisher kennengelernt habe ist mobiles Marketing für Enduser eher uninteressant bzw. man erreicht den Enduser nicht wirklich da meist für die User kein positiver Aspekt dabei ist.

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