Mein Handy gibt mir Freiheit (zurück)

Viele werden bei dieser Überschrift jetzt kommentieren: „Der spinnt, der Alte“.

Ja, vielleicht und sicherlich hat das Handy zuallererst neue Abhängigkeiten erzeugt bzw. erzeugt diese noch heute. „Unfreiheiten“, welche es vor der „Handyzeit“ nicht gab.

Ich tätige diese Aussage aber in einem anderen Kontext: Wenn ich davon ausgehe, dass wir Handys, PCs und Internet haben, und eine Abschaffung dieser Technologien keine Alternative zur „Freiheitsrückgewinnung“ darstellt, dann behaupte ich, dass jede neue Handygeneration einem ein kleines Stückchen Freiheit (der vorher durch Handy und Internet verlorenen) zurück gibt.

Die Freiheit, sich vom PC, vom festen Standort zu lösen und sich wieder freier in Raum und Zeit zu bewegen. Ich muss nicht mehr zu Hause sein, vor dem PC hocken, um Dinge zu tun, die ich tun möchte oder muss, sondern kann diese dann und dort tun, wo ich gerade bin.

Ich kann also den freien Willen einer Ortsbestimmung mit der notwendigen Aufgabe, der/einer eventuellen Sucht nach Internet verbinden.

Und mit jedem neuen Handset wird diese Freiheit größer. Das iPhone war/ist sicherlich ein Katalysator, Android und jetzt das Motorola Milestone mit seinem 800er, „normalbrowserfähigem“ Display beschleunigen diesen Trend nur noch.

Interessant ist heute zu beobachten, wie neue Internet-User zuerst einmal Ihre Zeit- und Ortsfreiheit verlieren:

Beobachte ich z.B. meinen Vater (73J), dann hockt dieser inzwischen noch viele Stunden in seinem Keller vor dem PC, um Emails zu lesen oder via Google Unterricht vorzubereiten :-). Das man Vieles inzwischen nicht mehr am PC machen muss, ist bei ihm noch nicht angekommen (auch wenn ich es schon dreimal erklärt habe, aber auch für das Internet habe ich bei ihm 5 Jahre gebraucht).

Somit hockt er nun im Keller, und ich schreibe hier, unterwegs natürlich, über ihn :-).

Wer ist freier?

eplus 0.5 Beta

Nein, ich bleibe guter Kunde von eplus, und ich weiß auch, dass andere Provider bessere Zugriffsraten und Verfügbarkeiten bieten.

Deswegen bin ich auch nicht bei eplus.

Und ja, ich verstehe auch ein wenig von Webentwicklung, Mobility und Kundenbetreuung.

Und deswegen finde ich, dass ich das Recht habe, eplus hier zu kritisieren:

eplus „zwingt“ den Kunden durch seine Tarifgestaltung auf ihre Onlineplattform, soweit so gut, kann ich verstehen und nachvollziehen, nur funktionieren müsste diese dann auch gut und besser.

Nicht nur, dass seit Tagen die Verfügbarkeit von eplus mangelhaft ist, auch die Services, die hier angeboten werden, sind teilweise mehr als fragwürdig.

Z.B. das Feature Cost Control. Dieses ist so fehlerhaft und verwirrend, dass ein Nichtvorhandensein dieser Funktion einen deutlichen Kundenvorteil bedeuten würde. In meinem Fall, ich habe drei Verträge bei eplus (neben anderen bei anderen Providern), zeigt dieses Instrument nahezu nur fehlerhafte Werte an. Im Vergleich zum tatsächlichen Verbrauch bzw. der anschliessenden Rechnung könnte man schon fast von Grimms Märchen sprechen. Keinerlei spezialisierte Tarifmerkmale (und welcher eplus Vertrag kommt ohne aus) wird in der Anzeige für Kosten und Verbrauch (Cost Control) berücksichtigt.

Und wie gefährlich fehlerhafte Instrumentenanzeigen sein können, wissen wir z.b. auch aus dem Flugzeugbau. Dann lieber ohne Instrumente und mit den eigenen Augen fliegen…

Ich würde eplus in diesem Fall empfehlen: Weniger ist mehr! Weglassen!

Und wenn, dann nur gut getestete und funktionierende Software. Das kann man doch von einem Grosskonzern, wie eplus, durchaus erwarten, oder?

Ach, und wenn ich mir dann noch etwas wünschen darf: Schick wäre es, wenn ich nicht bei jedem dritten Klick einen 503er HTTP Returncode erhalte.

Oder ist dieses „Onlinechaos“ am Ende des Tages kein Technologieproblem, sondern entschiedene Business Strategie?

Soll ich Kunde besser die sehr teure Hotline anrufen?

Wer weiß das schon? Ich weiss nur: Onlineplattformen kann man deutlich besser und kundenorientierter gestalten.

Dafür von mir und heute ein 0.5 Beta für eplus!

Back to the (Nerd) Roots

Heute hatte ich ein interessantes Gespräch mit einigen Mainframe/Cobol-Experten (ja, die wichtigste Software in allen großen Banken und Versicherungen läuft immer noch auf Cobol-Systemen, nicht auf diesem ganzen hippen Zeug wie Ruby, PHP, Java, .NET, Scala…).

Bei diesem Gespräch zückte dann ein Kollege diesen Taschenrechner der Firma UDM – Baujahr 1973.

2009-06-16-094303

Ich habe gerade mal überlegt, was ich 1973 gemacht habe… ich kann mich nicht mehr erinnern.

Zu diesem Taschenrechner sollte ich noch sagen, dass dieser mit aufladbaren Akkus betreiben wird und noch funktioniert.

Wie stirbt man im Internet

Nein, ich bin nicht depressiv geworden und auch nicht suizidgefährdet. Ich liebe das Leben und gehöre eher in die Rubrik „Flasche-halb-voll-Menschen“.

Allerdings habe ich mal wieder im weltweiten Internet mein Profilfoto upgedatet und dabei mir die Frage gestellt, wer kümmert sich eigentlich um mein „internet-soziales“ Netzwerk, wenn ich mal nicht mehr bin?

Das heutige Internet lebt im Hier und Jetzt, vorallem auch die Netzwerke. Man geht davon aus, per Default, dass alle, die sich hier bewegen noch leben und aktiv sind.

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Der Mobile Radarfallenwarner für den Hausgebrauch

radalert1Ich habe mich schon immer gewundert, dass Radarfallen-Hinweise im Fernsehen oder Radio erlaubt sind, allerdings ist ja häufig so, dass diese Informationen nicht zeitnah genug erfolgen, so dass nicht wirklich eine „echte“ Warung erfolgen kann.

Jetzt gibt es aber seit Kurzem den Service RadAlert. Gut, wenn dieser nur über eine Webseite abgreifbar wäre, würde dieser auch „nur“ den Status eines Radiosenders einnehmen, aber im Zusammenspiel mit der neuesten Version für die Android-Plattform wird dieses Angebot zu einer echten Radarwarn-Anlage, und dass ohne komplizierte, teure und verbotene Technik.

Handy an, RadAlert starten, und schon kann ich mich relativ „sicher“ und vorallem schnell 🙂 in meinem Umfeld bewegen, zudem kann „keine Polizei der Welt“ nachweisen, ob dieses System genutzt wurde. Es sei denn, die Polizei „scannt“ die Applikationen auf meinem Android Handy, und das glaube ich, wird diese heute nicht tun.

Also geniesst diesen Service, solange er noch vorhanden ist, wenn der Gesetzgeber mal „verstanden“ hat, dass ein Android Handy nun eine Radarwarnanlage ist, wird es nicht mehr lange dauern, bis dieser reagiert.

Ich, im Übrigen, nutze diesen Service natürlich nicht, empfehle diesen an dieser Stelle auch keinem Dritten und brauche diesen auch nicht.
Erstens fahre ich nie zu schnell, und zweitens sammel ich meine Punkte schon mit „Telefonieren beim Fahren“…

Der Einkaufszettel der Zukunft

toodofrontrund Endlich die Anwendung für den Typ „Alzheimer Ehemann“ (wie ich einer bin). Wenn ich zum Einkaufen geschickt werde, begleitet mich schon immer die Angst, etwas zu vergessen. Mit der Android Anwendung TooDo scheine ich dieses Problem auf Dauer gelöst zu haben. TooDo hat zwar noch ein paar „Reifeprobleme“, aber diese zeigt m.E. deutlich, wie der/ein Einkaufszettel der Zukunft ausschauen kann.

Android macht schlank

Android, vorallem die beiden Running Tracker BuddyRunner und CardioTrainer für die Android-Plattform motivieren förmlich zum Joggen.
Nicht wenige behaupten, ein Handy beim Joggen sei zu unbequem. Sicherlich gilt das für den Profi-Runner und vielleicht auch bei extremer Hitze, aber in der kälteren Jahreszeit und auch für den Durchschnittsläufer, wie ich einer bin, ist „ein G1 dabei“, finde ich, kein Problem.

Ich habe sowieso immer ein Handy dabei. Als Musikmaschine, Fotoapparat und um erreichbar zu sein und nun halt auch als „Tracking-Maschine“.

Problematischer ist eher, dass ich schon das eine oder andere Gerät „totgeschwitzt“ habe, inklusive diverser Headsets.

Es soll aber auch Läufer geben, die haben ein Handy, einen MP3-Player, eine Kamera und ein GPS-Gerät dabei, das wäre mir dann doch zuviel an Gewicht… 🙂

Mein Android Runner Favorit ist übrigens BuddyRunner.

Wählen im Winter ist undemokratisch

Anders kann ich mir den Ausgang der Hessen-Wahl nicht erklären.

Nicht, weil die SPD verliert, sondern weil die FDP so ausserordentlich stark zugewinnt.
Haben wir eigentlich alle die „freiheitlich demokratische, liberale Finanzkrise“ schon vergessen?

Meine Theorie: Die SPD verliert, weil den Anhängern dieser Partei die „warmen Sachen“ für das aktuelle Wetter fehlen.
Wer geht schon gerne ohne Regenoutfit und lange T-Shirts die weite, nasse und kalte Strecke bis zum Wahllokal?

Die in der Regel besser situierten FDP-Anhänger haben mit diesem Wetter kein Problem: Im warmen und neuesten Wolfskin-Outfit in die Garage, in den neuen VW Touareg, und ab geht es direkt vor den Eingang des Wahlbüros.

In einer lauen Sommernacht wäre diese Wahl vielleicht anders ausgegangen. Leider hilft hier auch kein „Remote-Wählen“, denn auch das Internet scheint immer noch den gut ausgebildeten, und damit auch finanziell besser gestellten Bundesbürgern „zu gehören“ (so die letzten Statistiken).

Humor ist, wenn man trotzdem lacht! 🙂

Wincor World 2009

Am Montag beginnt die Wincor World 2009 in Paderborn. Einschliesslich Montag kann sich noch registriert werden.

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Ich bin von Montag bis Donnerstag da, und wer mich treffen möchte, möge sich kurz melden.
Ich denke, die Wincor World ist für jeden Retail-Banking- und Selbstbedienungs-Interessierten ein Muss. WincorNixdorf ist inzwischen weltweit die Nummer 2 im Bereich des GAA-Verkaufs, und ich verrate wohl nicht zu viel, wenn wir 2009 auf der Wincor World die ersten/weiteren Ergebnisse eines Wandels vom reinen Hardware-Hersteller zum Software- und Mobilhersteller begutachten/erleben können.

Jemand, der noch nie auf der Wincor World war, wird erstaunt sein, wie international und überlaufen Paderborn in dieser Woche sein wird.

Twitter, die schnellste Nachrichtensendung aller Zeiten

Twitter ist, meines Erachtens, nicht nur das schnellste Google aller Zeiten, dieser Beitrag über die gestrige Notlandung dokumentiert auch, dass über Twitter die ersten Fotos/Nachrichten weltweit verfügbar waren.

Freue mich, dass die Notlandung so prima verlaufen ist – gibt mir neuen Mut, zu fliegen, und sollte ich dann doch mal abstürzen, versuche ich natürlich aus dem Flugzeug heraus über Twitter von meinen letzten Sekunden zu berichten. 🙂

Blog, und Du verdienst weniger, als bei Aldi

Bloggen lohnt sich nicht, zumindest finanziell.
Der berühmteste Blog Deutschlands (basicthinking.de) für „schlappe“ 46.000,- über den Ladentisch.
Für das Geld würde ich ja noch nicht mal meinen Blog verkaufen, und der hat keine Werbeeinnahmen in einer vergleichbaren Höhe zum Kaufpreis.
Wenn man an die Zeit denkt, die das Bloggen so kostet, ist der Job bei Aldi (ohne hier jemandem nahe treten zu wollen) wahrscheinlich lukrativer.
Und gerade mal drei Angebote vor Angebotsende, von „Bieterschlacht“ kann man hier meines Erachtens nicht sprechen.

Zumindest berühmt ist Mr. Basic nun, berühmt und nicht reich, aber das ist ja auch etwas.
Ich bin nicht berühmt und auch nicht reich. 🙂

Aber besitze noch (m)einen Blog…

Auf dem Twitterschirm der Israelis

Habe soeben die Meldung bekommen, dass ich von der Israelischen Botschaft in New York „gefollowed“ werde. Sollte ich also in den nächsten Tagen spurlos verschwinden, bitte zuerst in New York nachfragen 🙂

Aber an dieser Stelle und als bekennender Zivildienstleistender und Pazifist muss ich auch mal eine Lanze für die Israelis brechen.

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Lokale Firmenlogos in Zeiten der Wirtschaftskrise

Ich habe diesen Blogbeitrag von ripanti.com zum Anlass genommen, mich doch auch mal entsprechend kreativ zu betätigen. Die Sylvester-Nachwirkungen lassen sowieso kaum sinnvollere Tätigkeiten zu 🙂

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Zwar lange nicht so gut, wie das Original, dafür aber hoch lokal.

Vielleicht sollte jeder mal in seinem Umfeld schauen, was man aus dem einen oder anderen Logo noch so machen kann…