Liferay und Richfaces – zweiter Versuch

In der Zwischenzeit habe ich das Exadel-Liferay-JSF-Richfaces-Beispiel auch zum Funktionieren motivieren können, und ich muss eingestehen, wenn man sich in einem vorher abgerenzten Kontext bewegt, macht es viel Spass, mit Liferay und Richfaces zu entwickeln, Spass deswegen, weil mit wenig Aufwand schnell und viel auf der Präsentationseite einer Anwendung/eines Portlets erreicht werden kann.

Somit kann Liferay zusammen mit Richfaces m.E. zu einer echten ‚Rapid GUI Development‘-Umgebung werden.

Allerdings ist dieser sogenannte Kontext zu beachten. Dieser bedeutet heute: Laufzeitumgebung ist LR5.2+ und JBoss 4.2+. In einer Tomcat- oder anderen Runtime-Umgebung konnte ich die notwendige JBoss-Portalbridge nicht erfolgreich einsetzen.

Kontext heisst auch: Möglichst Intranet-Umgebung, eine Umgebung, in welcher der Browser vorgegeben werden kann. Denn während Richfaces und Liferay innerhalb eines Firefoxes 3+ und InternetExplorers 7+ gut funktionieren, haben andere Browser und/oder andere Versionen Probleme mit diesem Mix (z.B. Safari).

Heute würde ich aus diesem Grunde wie folgt zusammen fassen: Wenn ich Liferay auf Basis JBoss und innerhalb einer geschlossenen Umgebung einsetze, dann stellt der Einsatz von JSF Richfaces, auch in einer Portalumgebung, einen echten Mehrwert dar, für alle anderen Einsatzgebiete sollte man (noch) warten…

Allerdings sollte man noch eines bedenken: Liferay unterstützt inzwischen auch die neue Portlet-Spezifikation JSR268. Die JSF-JBoss-Portletbridge und auch JSF im Allgemeinen sind heute in Liferay nicht auf diese neuen Funktionen innerhalb des JSR268 ausgerichtet. Muss/brauche ich diese, dann ist auch wieder der Einsatz von JSF schwierig.