Das Mobile Internet ist tot

Nein, ist es natürlich nicht, aber hättet Ihr diesen Satz gelesen ohne diese brilliante, wissenschaftlich fundierte Headline?

Aber so richtig leben, so wie heute auf dem Desktop oder dem Laptop tut es meines Erachtens auch nicht, noch nicht…immer noch nicht?

Eigentlich werden die Handsets immer besser, die Displays immer größer, wir haben Flatrates und höhere Zugriffgeschwindigkeiten (alles, was wir immer wollten), trotzdem boomt etwas noch mehr, als die mobilen Webseiten:

Die mobilen Apps.

Ich, z.b., besitze jetzt mit meinem Motorola Milestone die wahrscheinlich beste Mobile Surfmaschine seit es Mobile Surfmaschinen  und bestimmt seit es Schokolade gibt (+800px Breite, sauschnell), zur Zeit und vielleicht für 2-3 Monate,  und trotzdem bevorzuge ich bei der täglichen Nutzung Apps, vor allem, wenn es um direkte Interaktion geht.

Ja, statischen Content, ein paar mobile Webseiten oder Blogs, lese ich natürlich über den Browser, obwohl ich natürlich auch mein RSS-Feed und meine Twitter-App habe, aber wenn jemand von mir verlangt, dass ich mit Webseite ausgiebiger interagiere, dann weiche ich auf einen Applikations Markt aus und suche die App Alternative.

Und wenn ich meine Tochter frage, ob sie auf Ihrem Magic Mobiles Internet hat, dann behauptet sie doch glatt: “Nein, nur Apps!”. Sie nimmt  es garnicht mehr wahr, wenn sie aus ihrer mobilen Facebook App einen Link im Browser öffnet.

Ja, das mobile Internet, so wie wir es kennen, ist tot, bzw. hat nie so richtig gelebt, die Frage ist, ob es bereits alle gemerkt haben?

Wenn ich mir so die Mobilen Marketing Themen anschaue, dann vermute ich, dass Viele immer noch glauben, den Erfolg des stationären Internets auf das Handy übertragen zu können…